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Rudolf Faber erhält Bundesverdienstkreuz

Rudolf Faber aus Altheim ist vergangene Woche mit der Bundesverdienstmedaille geehrt worden. Der 87-Jährige erhielt diese Auszeichnung vom Bundespräsidenten auf Vorschlag des Deutschen Wetterdienstes, der damit die über 40-jährige Mitarbeit und besonderen Leistungen für die Meteorologie würdigte.

Foto: Ehrung für Rudolf Faber durch Helga Hassemer-Schwarz vom Deutschen Wetterdienst (links im Bild).

Helga Hassemer-Schwarz vom Deutschen Wetterdienst überreichte die Medaille und die dazugehörige Urkunde in einer Feierstunde im Blieskasteler Rathaus.
Sie erklärte, dass Rudolf Faber seit 1968 als Phänologe, der Entwicklungs- und Wachstums-erscheinungen von Pflanzen und Tieren im Jahresverlauf beobachtet, für den Wetterdienst tätig gewesen sei. Unter anderem wäre neben der Klimaforschung die Landwirtschaft naturgemäß der Hauptnutznießer der phänologischen Beobachtungen. So werden mit Hilfe phänologischer Daten Modelle entwickelt, die den Verlauf von Pflanzenkrankheiten und -Schädlingen vorhersagen. Diese agrarmeteorologischen Prognosen sind eine wichtige Beratungshilfe im Rahmen des umweltschonenden Pflanzenbaus. Sie sollen verhindern, dass unsere Umwelt
unnötig mit Pflanzenschutzmitteln belastet wird. Mit Hilfe phänologischer Daten werden aber noch viele weitere Prognosen erstellt. So gibt es z.B. spezielle Blühvorhersagen für Imker und Allergiker und ein Modell zur Berechnung der Waldbrandgefährdung, das zwingend auf phänologische Beobachtungsdaten angewiesen ist. In diesem langen Zeitraum habe er ehrenamtlich „mit viel Idealismus und Engagement 6607 Beobachtungsdaten notiert und an den Wetterdienst gemeldet“. 

Zuvor hatte Blieskastels Beigeordneter Georg Wilhelm dem Geehrten, dem Vater von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, die Glückwünsche der Stadt überbracht und die Lebensstationen Rudolf Fabers Revue passieren lassen. 

Marlene Schneider lobte das vielseitige Engagement im Namen von Landrat Lindemann ebenso wie auch Altheims Ortsvorsteher Franz Klingler. Rudolf Faber selbst bedankte sich für die Ehrung und stellte fest, dass er ohne Unterstützung seiner Familie und besonders seiner verstorbenen Ehefrau diese Arbeiten nicht hätte bewältigen können.
 


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