LEADER (französisch Liaison entre actions de développement de l'économie rurale, „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“) ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen erarbeiten vor Ort Entwicklungskonzepte. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen. Die Stadt Blieskastel gehört zur LEADER Region des Biosphärenreservates Bliesgau. Nachfolgend können Sie sich über die aktuellen LEADER Projekte informieren.

Link zur europäischen ELER-Kommission: http://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020/index_de.htm

Link zu ELER im Saarland: http://www.saarland.de/

Projekt "Essbare Biosphärenstadt"

Laufzeit: 2016 bis 2018


Entwicklungsziele der Lokalen Entwicklungsstrategie:

"Wir entwickeln Bildungs- und Kommunikationsangebote für die junge Generation."

"Wir entwickeln Bildungs- und Beratungsangebote für nachhaltige Entwicklung."

 

Kurzbeschreibung des Projektes:

Der Ansatz der "Essbaren Stadt" sieht die Berücksichtigung von Nutzpflanzen auf öffentlichen Flächen vor, um das Thema Natur stärker in Städten zu verankern und neue Zugänge zu einer bewussten, gesunden Ernährung zu schaffen.


Die Stadt Blieskastel wird diesen Ansatz in ihrer Stadt umsetzen und plant die Gestaltung ihrer Innenstadt und des Geländes ihrer alten Stadtgärtnerei mit essbaren gärtnerischen Elementen (Gemüse, Kräuter, Bienenstöcke,...). Die neuen Gartenflächen werden für Bildungsangebote (Ernährung, Gärtnern, Imkerei) genutz werden, bei denen der Einbezug der Schulen und Kindergärten der Stadt eine wichtige Rolle spielt. Das umfassende Vorhaben berücksichtigt unter anderem auch Aspekte der Regionalvermarktung und des Tourismus und soll unter starker Beteiligung von Bürgern und Unternehmen durchgeführt werden. Hauptziel ist es, Interesse für gesunde Ernährung und gärtnerische Aktivitäten zu wecken und zu fördern.

Im Rahmen dieses LEADER-Projektes werden die Materialien für die vorgesehen gärtnerischen Aktivitäten angeschafft und begleitende Konzepte in den Bereichen Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Regionalvermarktung und Tourismus erstellt und umgesetzt.

 

Gesamtkosten des Projektes: 148.439,44 € (inkl. Eigenarbeitsleitung)

Die Stadt Blieskastel erhält dafür eine Zuwendung in Höhe von 98.025,04  € aus Mitteln der Europäischen Union (75 %) und des Saarlandes.

 

Ob Salate, Kräuter, Erdbeeren… - Ernten ist ausdrücklich erlaubt, jeder darf sich bedienen! Um den Paradeplatz in der Blieskasteler Altstadt wurden zehn Hochbeete mit gesunden Nutzpflanzen und Kräutern aufgestellt, vor der Bliesgau-Festhalle ein großes Beet mit Obst und Gemüsepflanzen angelegt, weitere Beete auf der Rasenfläche neben dem „Haus des Bürgers“. In der Kardinal-Wendel- und Poststraße säumt jeweils gleich eine Reihe von Hängekästen das Straßenbild. Am Rathaus I wurde ein Bauerngarten mit den dafür typischen Stauden angelegt. Auch an diversen anderen Stellen im Stadtgebiet wurden bereits geeignete Flächen für Neupflanzungen lokalisiert. Jeder Bürger darf ernten. Nutzpflanzen werden am Standort der ehemaligen Stadtgärtnerei nahe des Klosters herangezogen, ehe sie später an geeigneten Grünflächen gepflanzt werden. Hier sind für die Zukunft auch eine Pflückstraße sowie Obst- und Esskastanienbäume angedacht. Der allmählich wachsende „Biosphärengarten“ soll zukünftig auch als pädagogischer Laborgarten und „Offenes Klassenzimmer“ zu Unterrichts- und Informationszwecken für Bildungseinrichtungen dienen. Schulen und Kitas können aktive Patenschaften übernehmen.


•    Beet Rathaus I: 180 m², Bauerngarten (typische Stauden wie z.B. Frauenmantel, Katzenminze, Salbei, Fetthenne, Duftnessel, Färberkamille, Rotblühender Scheinsonnenhut, Prachtkerze, Purpurglöckchen, Herbst-Anemone, Pracht-Storchenschnabel, Kissen-Aster, Brandkraut), Rosen (Rosa rugosa ´Hansa´, Rosa gallica ´ Versicolor´, Rosa alba ´ Maiden´s Blush´),und Spalierobst (Apfel, Birne, Quitte)
•    Beet an der Bliesgau-Festhalle: ca. 100 m² Gemüsebeet (z.B. Zucchini, Knollenfenchel, Speisekürbis, Roter Grünkohl, Stangenbohnen, Peperoni, Sellerie, Salat, Erdbeeren, gemischte Kräuter wie z.B. Bergbohnenkraut, Rosmarin, Oregano, Thymian, etc.), sowie Obst und- Spalierobst (Apfel, Birne, Weinbergpfirsich, rote und schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren)
•    Zwei Gemüsebeete am Rathaus III, „Haus des Bürgers“: 10 m² bepflanzt mit Gemüse und Kräutern (z.B. Origanum, Weinraute, Gewürztagetes, Echinacea, Mangold, Thymian, Lavendel, Salat, Erdbeeren, etc.) 
•    Paradeplatz: 10 Hochbeete (a 1 m²) unterschiedlich bepflanzt mit Mediterranen Kräutern, Gewürzpflanzen und Gemüse (z.B. Artischocke, Rosmarin, Strauchbasilikum, Thymian, Tomaten, Mangold, Erdbeeren, Kopfsalat, Zucchini, Zitronenmelisse, etc.)
•    Duft- und Aromastraße (Kardinal-Wendel-Straße, Poststraße): 25 verschiedene Hängekästen bepflanzt mit Salatkräutern (Schnittlauch, Petersilie, Blut-Ampfer, Ysop), Mediterranen Kräutern (Origanum, Rosmarin, Basilikum, Thymian, Salbei), Asia Kräutern (Zitronengras, Koriander, Zimtbasilikum, Aromapaprika), Teekräutern (Salbei, Zitronenmelisse, Minze, Tagetes) und essbaren Blüten (Gewürztagetes, Kapuzinerkresse, Lavendel);
•    Alte Stadtgärtnerei: ca. 4500 m², derzeit noch in der Bauphase, hier soll ein Lehr- und Beobachtungsgarten mit Beeten für Kinder entstehen. Darüber hinaus sollen verschieden Bäume gepflanzt werden.
Bereits gepflanzt: Nussbaum (Juglans regia), Esskastanie (Castanea sativa), viele verschiedene Beerensträucher und Obstgehölze. Zudem werden noch Insektenhotels und Nistkästen hergestellt.

Ansprechpartner

  Ternes Andreas
Rathaus II (ehem. Finanzamt)
Zimmer 221
Zweibrücker Straße 1
 (06842) 926-1306
 (06842) 926-2200
Hochbeet am Paradeplatz, hier wachsen: Gewürztagetes, Thymian, Mangold, Strauchtomaten, Andenbeere
Duft- und Aromastraße in der Poststraße: Hängekästen mit Rosmarin, Thymian, Basilikum und Origanum
Kleine Beete am Schlangenbrunnen, gefüllt mit Erdbeeren, Gewürtagetes, Fetthenne, Thymian, Purpursonnenhut und Schnittlauch
Hochbeete am Paradeplatz
Beet an der Bliesgau Festhalle
 

Beet Rathaus I, Bauerngarten

Der Rotblühende Scheinsonnenhut 'Magnus', botanisch Echinacea purpurea 'Magnus', oder auch Purpursonnenhut genannt ist äußerst beliebt. Seine auffälligen Blütenblätter, die von dunkel-purpurrosa, bis purpur reichen können, bringen jeden Garten zum Strahlen. Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten werden von seinem Aussehen magisch angezogen. Dieser Rotblühende Scheinsonnenhut 'Magnus' ist sehr anspruchslos und unkompliziert und kann in Beeten, auf Terrassen und Balkonen vielfältig verwendet werden.

Die Pflanzen lassen sich gut in kleineren Gruppen als Beetpflanze verwenden, auch neben anderen Begleitpflanzen, die nicht zu viel Raum fordern, wie Rosen, Lavendel, Salbei und Frauenmantel gedeihen sie prächtig. Sie sind mehrjährige Pflanzen mit eher feinen, verzweigten Wurzeln. Der Stängel wird 80 bis 100 Zentimeter lang, er ist kräftig und leicht haarig. Der Stängel ist am oberen Ende etwas verzweigt. Echinacea purpurea 'Magnus' gehört zur Familie der Korbblütler.

Heilwirkung

Echinacea wird vor allem wegen der unspezifischen Auswirkung auf das allgemeine Immunsystem geschätzt. Die Wirkstoffe steigern die körperlichen Abwehrkräfte durch gezielte Botschaften an das Abwehrsystem. Durch zahlreiche Labortests wurde herausgefunden, dass Roter Sonnenhut eine Vermehrung von erregertötenden, weißen Fresszellen im Blut bewirkt. Damit können Bakterien und Viren schneller aus dem Körper entfernt werden. Außerdem werden Botenstoffe des Abwehrsystems aktiviert. Somit können Abwehrzellen organisierter und effektiver gegen Erreger vorgehen.
Quelle: www.heilpflanzen-welt.de/2005-11-Herbstzeit-Schnupfenzeit/

Beet am Rathaus I

Beet am Haus des Bürgers

Auch noch im Oktober sieht das Gewürz- und Staudenbeet attraktiv aus.  

Der Schnittknoblauch (BILD VORNE)

Milder frischer Knoblauchgeschmack zeichnet die Blätter und die köstlichen weißen Blüten der kompakten Sorte aus. Von allen Allium-Arten hat der Schnittknoblauch die zartesten und leckersten Blüten. Wer also gerne Blütensalate isst oder Blüten als stilvolle, essbare Dekoration verwendet, kommt an ihm nicht vorbei. Auch im Staudenbeet ist er attraktiv und durch die späte, lange Blüte besonders wertvoll.
Der Schnittknoblauch, auch chinesischer Schnittlauch genannt, hat flache Halme und einen deutlichen Knoblauchduft ohne die gefürchteten Nachwirkungen. Knoblauchfreunde, die den nachhaltigen Duft ihres Lieblingsgewürzes fürchten, verwenden ihn wie Schnittlauch in Saucen und Suppen. In mindestens 2 cm lange Stücke geschnitten, ergänzt er viele asiatische Gerichte sehr stilvoll und dekorativ. Bei pfannengerührten asiatischen Gerichten bildet er eine Alternative zum Lauch und den sonst verwendeten Frühlingszwiebeln. Einige Halme, vielleicht sogar mit Blüte, sind eine unerlässliche und stilvolle Dekoration für Sushi und andere japanische Gerichte. In der chinesischen Medizin gilt Allium tubersoum als ein Kraut, das die Nierenfunktion verbessert und mit seinem hohen Vitamin-C-Gehalt die Abwehr stärkt.
Quelle: www.pflanzenversand-gaissmayer.de/index,de.html

Beet am Haus des Bürgers

Gelände der alten Stadtgärtnerei

Die Arbeiten auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei schreiten voran. Ende des Jahres sollen die Hoch- und Bodenbeete (Bild) fertiggestellt werden. Zudem werden noch ein großes Insektenhotel und verschiedene Nistkästen Platz auf diesem Gelände finden.


Ausgeführt werden die Arbeiten vom ZBB (Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH).

Baumaßnahmen an der alten Stadtgärtnerei

Projekt: Reha-Gast trifft Biosphäre

Projektlaufzeit: 2016 bis 2018

 

Entwicklungsziele der Lokalen Entwicklungsstrategie:

"Wir entwickeln Bildungs- und Kommunikationsangebote für die junge Generation."

"Wir entwickeln Bildungs- und Beratungsangebote für nachhaltige Entwicklung."

 

Kurzbeschreibung des Projekte:

In der Förderperiode 2007 bis 2013 wurde im Rahmen des LEADER-Projektes "Kommunikationsinitiative" neben mehreren anderen Maßnahmen auch das Konzept "Rehagast trifft Biosphäre" erstellt. Das Konzept sieht vor, in und um die Mediclin Bliestal Kliniken einen Modellort für nachhaltige Entwicklung zu schaffen, an dem Biosphärenbürger und Reha-Gäste miteinander in Austausch kommen. Ein zentrales Element des Konzeptes ist das Anbieten von Veranstaltungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung an ausgewählten Orten innerhalb des angrenzenden Stadtwaldes Blieskastel.

Die Stadt Blieskastel möchte im Rahmen dieses LEADER-Projektes diesen Modellort schaffen um so zur Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Entwicklung beitragen sowie Synergieeffekte mit den Kliniken nutzen. Dazu wird die Stadt eine Koordinierungsstelle einrichten, die mit Bildungsakteuren aus der Region die Veranstaltungen, die dort stattfinden sollen, koordiniert und abrechnet. Außerdem weden die Infrastruktur (Schutzhütte, Weg) vor Ort ausgebessert und Marketingaktivitäten unternommen.

Gesamtkosten des Projektes: 64.556,18 € (inkl. Eigenarbeitsleitung)

Die Stadt Blieskastel erhält dafür eine Zuwendung in Höhe von 45.514,81  € aus Mitteln der Europäischen Union (75 %) und des Saarlandes.


Die aktuellen Veranstaltungen zu diesem Projekt finden Sie in der Veranstaltungsübersicht.

Ansprechpartner:

  Wolf Dr. Helmut
Rathaus II (ehem. Finanzamt)
Zimmer 219
Zweibrücker Str. 1
 (06842) 926-1308, do 15:00-16:00
  Ruoff Katja
Rathaus III (Haus des Bürgers)
Zimmer 302
Luitpoldplatz 5
 (06842) 926-1331
 (06842) 926-2301
Waldspaziergang im Kurwald mit Natur- und Landschaftsführer Franz Stolz
Natur- und Lanschaftsführer Franz Stolz mit einer Gruppe am Wolfsfelsen
Natur- und Landschaftsführere Dr. Helmut Wolf und Teilnehmer beim Herstellen von Holunderblütensirup
 
Sonntag 12. März
14:00 Uhr
Blieskastel, MediClin Bliestal Kliniken, Haus A

Der Wald im Biosphärenereservat Bliesgau

Waldspaziergang mit Natur- und Landschaftsführere Franz Stolz

Entwicklungskonzept "Die Leyenschen Gärten am Würzbacher Weiher"

 

Projektlaufzeit: 2016 - 2017

 

Entwicklungsziele der Lokalen Entwicklungsstrategie:

"Wir setzen die Garten- und Parklandschaften unserer Region in Wert"

 

Zwischen 1781 und 1791 entstand auf Initiative der Reichsgräfin Marianne von der Leyen um den Würzbacher Weiher eine anglo-chinoise Parkanlage. Durch die Französische Revolution wurde diese jedoch Großteils zerstört und später überbaut. Es gibt dennoch bis heute rund um den See Spuren der ehemaligen Parkanlage, an die erinnert werden soll. Von besonderer Bedeutung sind dabei natürlich die gut erhaltenen historischen Gebäude mit teils einzigartigen Bautypen, wie der Annahof.
Die Leyenschen Gärten am Würzbacher Weiher gehören zu den Gärten mit Geschichte im Saarpfalz Kreis. Um diese Gärten gemeinsam touristisch zu vermarkten und in wert zu setzen, wurde in der vergangenen LEADER-Periode bereits eine allgemeine Marketingstudie erstellt. Aufbauend auf dieser ersten Studie wird nun ebenfalls durch LEADER gefördert, ein ganz spezielles und gezielt auf die Leyenschen Gärten gerichtetes Entwicklungskonzept erstellt werden.
Darin sollen unter anderem ein mehrsprachiges Leit- und Informationssystem, eine Flyer-Vorlage sowie verschiedene Infotafeln konzipiert werden. Die Erstellung des Konzeptes wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Blieskastel, dem Saarpfalz Kreis und dem Ortsrat Niederwürzbach stattfinden.


Am Donnerstag, 8. Dezember wurde der Zuwendungsbescheides durch Herrn Staatssekretär Roland Krämer an die Stadt Blieskastel übergeben.

 

Bis Ende 2017 soll das Projekt umgesetzt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 13.000 €.

 

Die Stadt Blieskastel erhält dafür eine Zuwendung in Höhe von 11.050  € aus Mitteln der Europäischen Union (75 %) und des Saarlandes.

Ansprechpartner

  Ruoff Katja
Rathaus III (Haus des Bürgers)
Zimmer 302
Luitpoldplatz 5
 (06842) 926-1331
 (06842) 926-2301
Übergabe des Zuwendungsbescheides durch den Staatssekretär Roland Krämer an die Stadt Blieskastel
Foto: Wolfgang Henn, Saarpfalz Touristik