Atmosphären-Check: Blieskastel ist mit dabei

Fördergelder im Visier zur Verschönerung der Ortsbilder

Stadtrundgang anlässlich des Atmosphären-Checks. Quelle: FUTOUR 2019

In Blieskastel lässt es sich gut und schön leben. Das ist bekannt. Nun will sich die Biosphären-stadt Blieskastel auch touristisch neu positionieren und zukünftig auch in der Liga des Städtetourismus ein ernst zu nehmender Player sein. Wichtig sind dabei attraktive Ortsbilder. Die barocke Altstadt von Blieskastel verfügt  an sich schon über ein sehr attraktives Erscheinungsbild. Kann man die Ortsbilder noch verbessern?

Mit Unterstützung der Tourismuszentralen Saarland und dem Beratungsunternehmen FUTOUR fand am 1. April 2019 ein „Atmosphäre-Check“ in der Altstadt von Blieskastel statt. Der Atmosphäre-Check ist eine der Voraussetzungen für die Beantragung von Fördergeldern bis zu 20.000 Euro zur Aufwertung der Ortsbilder saarländischer Kommunen, so das aktuelle Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr.
Bei sonnigem Wetter mit kühlen Temperaturen startet die Gruppe mit Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und den  zuständigen Sachbearbeitern und Sachbearbeiterinnen aus der Verwaltung, Ortsvorsteher sowie Vertreter der örtlichen Gewerbetreibenden. Die Führung übernahm an diesem Tag Frau Dr. Glatzel von FUTOUR, die den Stadtrundgang aus Sicht einer fremden Touristin kommentierte und positive Situationen in der Altstadt, die es zu erhalten und weiter zu entwickeln gilt, aufzeigte. Aber auch  auf gestalterische Defizite wies sie hin. Diese offenbaren sich gleich zu Beginn des mehrstündigen Rundganges am Paradeplatz (bspw. Umfeld des Imbisses,  Beschilderung). Das Mühleneck präsentiert sich nostalgisch. Fehlende Müllbehälter oder solche für die Entsorgung von Hundekot werden angesprochen. Auffallend ist z.B. auch die Beschilderung in der Stadt. Einige nicht mehr benötigte Schilder im Verkehrsraum wie an den Gebäuden sind zu finden. Weg damit,  Aufräumen ist die Devise!

Es geht weiter den Schloßberg hinauf. Es fehlt die Bank, die früher auf halber Höhe am Schloßberg zum Verweilen einlud, am besten mit Blick auf die gepflegten Hofratshäuser. Das Umfeld der Orangerie kommt insgesamt sehr gut daher. Lediglich im modern gestalteten Eingangsbereich des Gebäudes, das auch für standesamtliche Trauungen genutzt wird, gibt es Handlungs-bedarf. Nichts Großes, Kleinigkeiten können zu einer Verbesserungen beitragen. Gleiches gilt auch für die Klosteranlage, eine besondere Attraktion in Blieskastel.

Zurück in der Altstadt fällt u.a. die Vielzahl schön gestalteter  Werbeanlagen an den Läden auf, die sich die traditionellen Handwerkerzeichen zu Nutzen machen. Das sollte zukünftig  der gestalterische Maßstab für die Werbeanlagen in der Altstadt sein.

Der zweite Baustein des Atmosphäre-Checks ist ein Workshop im Juni. Danach wird ein Katalog kleinerer Maßnahmen zusammengestellt, der mit Hilfe von Fördergeldern bis zu 20.000 Euro zeitnah umgesetzt werden soll. Davon profitieren alle; die, die in Blieskastel leben und die, die Blieskastel besuchen.