Die Reichsbürger- Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien

Vortrags- und Diskussionsforum am Di 24.09.2019 um 18:30 Uhr im Foyer der Bliesgau-Festhalle

Wer bislang den Eindruck hatte, Reichsideologie und die ihr nahestehenden Verschwörungserzählungen seien vor allem am gesellschaftlichen Rand zu finden, irrt. Mittlerweile ist die Reichsideologie milieuübergreifend und deutschlandweit verbreitet: sei es die junge Polizistin und Mutter, die sich in einer Kindertageseinrichtung nach Jahren als Reichsideologin outet, der Vorsitzende eines lokalen Tauschrings, der Reichsmark oder Dienstleistungen als Zahlungsmittel akzeptiert, oder der Besitzer eines Fuhrunternehmens, der sich weigert, Maut-Gebühren an die »BRD GmbH« zu zahlen.
Auch im Saarland wird diese Entwicklung mehr und mehr sichtbar, weshalb das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises, die Stadtjugendpflege Blieskastel und das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel im Rahmen der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ auf die Thematik aufmerksam machen möchten.
Der Vortrag geht auf die verschiedenen Erscheinungsformen ein und erläutert die dahinter liegende Ideologie. Neben Strategien, Bewegungen und Personen, wird deren Wirkung auf die Gesellschaft sowie auf das Zusammenleben vor Ort beleuchtet. Es referiert Jan Rathje, Politikwissenschaftler von der Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, für Verpflegung ist gesorgt.

Anmeldung erforderlich bis 19.09.2019 unter:
ralf.dittgen@saarpfalz-kreis.de , Tel.: 06841-1048111

Termin: 24.09.2019
Beginn: 18.30 Uhr
Ort: Foyer der Bliesgau-Festhalle

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen  des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“