Ernten erlaubt, aber bitteschön in Maßen

Das Team der „Essbaren Stadt“ plädiert für einen rücksichtsvollen Umgang mit den Ressourcen vor Ort...

Die Pflanzen im Biosphären-Bürgergarten dürfen gerne verantwortungsbewusst und in Maßen kostenlos geerntet werden, allerdings erst nach der Reife und nicht bereits im Vorfeld für eigene Anzuchtzwecke.

Auch am Paradeplatz wurden bereits wieder Hochbeete mit Kräutern vorbereitet. (Fotos: A. Ternes)

Über die „Essbare Biosphärenstadt“ wurde in den vergangenen Jahren schon mehrfach berichtet. Die Idee, quasi im Vorbeigehen mal Kräuter aus einem der entsprechenden Pflanzkästen in der Innenstadt oder ein paar Erdbeeren, Kräuter oder einen Salatkopf aus dem Bürgergarten mitzunehmen, wird inzwischen gut angenommen.

Leider gibt es hier und da allerdings auch unschöne Aktionen, im Zuge derer dann gleich ganze Beete abgeerntet werden. Das Prinzip der „Essbaren Stadt“ sieht jedoch vor, dass in Maßen konsumiert wird, sodass auch andere Bürgerinnen und Bürger einmal die Möglichkeit haben, zuzugreifen. Das Team bittet daher um rücksichtsvollen Umgang mit den Ressourcen vor Ort. Zudem dürfen nur erntereife Früchte und Gemüsepflanzen geerntet werden.

Nachdem am 17. Mai neue Gemüsepflanzen im Bürgergarten gepflanzt wurden, hatte sich noch am gleichen Tag oder auch in der Nacht dann aber tatsächlich jemand die Arbeit gemacht, querbeet etliche gepflanzte Pflanzen zu entfernen bzw. mitzunehmen, vermutlich um sie zuhause im eigenen Garten anzusiedeln. Aufgrund dieser Aktion hat die Stadtverwaltung beschlossen, den Biosphären- und Bürgergarten vorübergehend wieder ab 14 Uhr zu sperren, zumindest solange, bis die Pflanzen angewachsen sind.

(ub)