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EU-Hotspots im Stadtgebiet

Der Busbahnhof in Aßweiler wurde kürzlich als saarlandweit erster Ort mit dem neuen, kostenlosen Hotspot aus dem EU-Förderprogramm „WiFi4EU“ ausgestattet. Brenschelbach folgte als zweiter Standort.

Beim Testen des ersten saarlandweit umgesetzten EU-Hotspots am Busbahnhof in Aßweiler (von links): Hendrik Mischka, Jürgen Dukar (beide EDV Stadt Blieskastel), Bürgermeister Bernd Hertzler, Andrea Schilling und Volker Musebrink (beide Firma Intersaar) sowie Ortsvorsteher Roland Engel. Foto: Uwe Brengel

Andrea Schilling und Volker Musebrink von Intersaar vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Brenschelbach beim Testen des Wifi4EU-Hotspots. Foto: Uwe Brengel.

Die Stadt Blieskastel erhielt kürzlich den Zuschlag über 15.000 Euro an EU-Fördermitteln zur Einrichtung sogenannter „Hot Spots“ in besonderen öffentlichen Räumen im Stadtgebiet – besonderen Kernzentren, die für Bewohner und Touristen eine besondere Bedeutung haben. Als Saarlandweit erster Ort wurde nunmehr Mitte Oktober Aßweiler im Bereich des Busbahnhofes mit diesem kostenlosen WLAN ausgestattet. Die Anbindung des Routers erfolgte über den Internetanschluss des nahegelegenen Feuerwehrhauses, das im Zuge der Umsetzungsmaßnahme noch ein Upgrate von der bisherigen 16 Mbit Datenleistung über die seitens der EU vorgegebene 30-Mbit-Geschwindigkeit hinaus auf 100 Mbit erhielt. 

Nicht nur Bürgermeister Bernd Hertzler freute sich im Rahmen des Inbetriebnahme-Termins am 18. Oktober über die neue Anbindung an dieser Stelle. Der Verwaltungschef betonte die Bedeutung dieser Versorgungsstelle, nicht nur für Schüler und Reisende, die hier auf Busse warten. Auch Ortsvorsteher Roland Engel, der im Vorfeld den Kontakt zu den Pfalzwerken hergestellt hatte, die nun für die Stromversorgung des Netzgerätes vor Ort sorgen, zeigte sich sichtlich dankbar für diesen gelungenen Projektstart in Aßweiler. Der 18. Oktober sei darüber hinaus ein interessantes Datum, so Engel – genau zwei Jahre sei es jetzt her, dass die EDV im Rathaus den Antrag auf den Weg gebracht habe. Der Andrang hierbei sei gewaltig gewesen, wie EDV-Leiter Jürgen Dukar anmerkte, nur Bruchteile von Sekunden seien bei der via Internet vorzunehmenden Bewerbung entscheidend gewesen. Da war es schon ein Glücksfall, dass Blieskastel, übrigens ebenso wie Gersheim, in den Genuss der Fördermittel kommen durfte.

Ein Passwort für den Hotspot-Zugang ist übrigens nicht erforderlich. Die Menüführung beim Anmelden ist dreisprachig gehalten. Für jeweils 12 Stunden bleibt der EU-Hotspot nach dem Login verfügbar, dann wird die Verbindung getrennt und es muss eine Neuanmeldung erfolgen. Die WLAN-Leistung vor Ort reicht im Regelfall für etwa 150 zeitgleich angemeldete Endgeräte aus, wie Intersaar-Geschäftsführer Volker Musebrink vor Ort mitteilte. Die Saarbrücker Firma ist nicht nur für die Umsetzung des neuen EU-Hotspots in Aßweiler und den noch folgenden Stadtteilen verantwortlich, sie war auch bereits in die gelungene Umsetzung des Blieskasteler City-Hotspots involviert. Intersaar ist führend auf diesem Sektor und nicht nur gerade mit weiteren Kommunen diesbezüglich im Gespräch – es laufe darüber hinaus gerade ein Pilotprojekt, im Rahmen dessen man 28 Züge der Saarbahn mit Hotspots ausgestattet habe, verriet Volker Musebrink im Rahmen des Ortstermins.

Nach Aßweiler erfolgte am 23. Oktober bereits eine weitere Umsetzung, in Brenschelbach im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses. Demnächst sollen die Stadtteile Altheim, Bierbach, Böckweiler und Niederwürzbach folgen. Das Team der städtischen EDV-Abteilung hat in Absprache mit den Ortsvorstehern jeweils eine Liste entsprechender Kernpunkte erstellt, an denen Hotspots installiert werden könnten und eruiert gerade geeignete Anbindungsmöglichkeiten. In Altheim soll ein Zugang beispielsweise im Bereich des Dorfplatzes und der Pizzeria angelegt werden. Konkrete Möglichkeiten in Bierbach werden u.a. am Bahnhof, Sportplatz sowie nahe der Pirminiushalle geprüft. In Niederwürzbach könnte schon bald ein Zugang am Würzbacher Weiher, im Umfeld der Philipslust oder in der Würzbachhallenstraße verfügbar werden. Voraussetzung ist jedoch immer ein bereits vorhandener nahegelegener Internetzugang, über den sich dann der jeweilige WLAN-Router der Firma Intersaar verbinden kann. (ub)



Hintergrund:
Bereits 2018 hatte die Europäische Union (EU) das Förderprogramm „WiFi4EU“ gestartet, um insbesondere Kommunen in ländlichem Raum bei der Einrichtung eines lokalen kabellosen Netzwerkes, im aktuellen Sprachgebrauch eher unter der Kurzform WLAN (Wireless Local Area Network) bekannt, zu unterstützen. Rund 120 Millionen Euro wurden hierzu für den Zeitraum 2018 bis 2020 bereitgestellt. Bis zu 8000 öffentliche WLAN-Zugänge sollen so realisiert werden. Bewerben durften sich Städte, Gemeinden bzw. Kommunen aus den EU-Mitgliedsstaaten und den teilnehmenden EWR-Ländern Norwegen und Island. Mit den Wifi-Hotspots sollen in öffentlichen Räumen wie Parks, Plätzen, Gesundheitszentren etc. für deren Besucher kostenlose Zugangsmöglichkeiten eingerichtet werden. Im zweiten Anlauf hatte nun auch die Stadt Blieskastel mit ihrem Antrag Erfolg und erhielt den Zuschlag über einen der Gutscheine in Höhe von 15.000 Euro aus dem Fördermittel-Topf. Der als Gutschein ausgegebene Förderbeitrag dient zur Deckung von Wifi-Geräte-, Software- und Installationskosten; die nach dem Start laufenden Betriebskosten sowie Bereitstellungs- und Wartungskosten für die Internetverbindung trägt die jeweilige Verwaltung. Mindestens 10 Zugangspunkte sind nach EU-Vorgaben zu realisieren, wobei die Datengeschwindigkeit der des schnellsten im Versorgungsgebiet verfügbaren Zuganges ebenbürtig sein muss. Der Netzzugang ist für eine Dauer von drei Jahren sicherzustellen und zur Ausführung ein zertifiziertes Installationsunternehmen zu beauftragen. (ub)