Freies W-LAN startet im Stadtteil Aßweiler

Aßweiler wird demnächst als saarlandweit erster Ort mit dem neuen, für Endnutzer kostenlosen EU-Hotspot ausgestattet.

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, EDV-Leiter Jürgen Dukar, Volker Musebrink von der Firma Intersaar sowie Ortsvorsteher Roland Engel bei der Festlegung des neuen Wifi-Terrains am Busbahnhof. Foto: Uwe Brengel

Blieskastel erhielt kürzlich den Zuschlag über 15.000 Euro an EU-Fördermitteln zur Einrichtung sogenannter „Hot Spots“ in besonderen öffentlichen Räumen im Stadtgebiet. Versorgt werden also nicht etwa komplette Stadtteile, sondern jeweils besondere Kernzentren, die für Bewohner und Touristen eine besondere Bedeutung haben.

Der als Gutschein ausgegebene Förderbeitrag dient dabei zur Deckung von Wifi-Geräte-, Software- und Installationskosten; die nach dem Start laufenden Betriebskosten sowie Bereitstellungs- und Wartungskosten für die Internetverbindung trägt die Stadt Blieskastel.

Der Netzzugang ist nach EU-Vorgaben anzulegen, für eine Dauer von drei Jahren sicherzustellen und zur Ausführung ein zertifiziertes Installationsunternehmen zu beauftragen. In Blieskastel werden die Arbeiten durch die Saarbrücker „Intersaar“ erledigt, die auch bereits bei der gelungenen Umsetzung des City-Hotspots involviert war. Mindestens 10 Zugangspunkte sind nach den EU-Vorgaben zu realisieren, wobei die Datengeschwindigkeit der des schnellsten im Versorgungsgebiet verfügbaren Zuganges ebenbürtig sein muss. Als Vorgabe werden seitens der EU mindestens 30 mbit/Sekunde verlangt.

In der ersten Stufe sind nun Umsetzungen in den Stadtteilen Altheim, Aßweiler, Bierbach, Böckweiler und Niederwürzbach vorgesehen. Das Team der städtischen EDV-Abteilung hat in Absprache mit den Ortsvorstehern jeweils eine Liste entsprechender Kernpunkte erstellt, an denen Wifi-Hotspots installiert werden könnten und eruiert nun geeignete Anbindungsmöglichkeiten. In Altheim soll ein „Hotspot“ beispielsweise im Bereich des Dorfplatzes angelegt werden. Konkrete Möglichkeiten in Bierbach werden u.a. am Bahnhof, Sportplatz sowie nahe der Pirminiushalle geprüft. In Niederwürzbach könnte schon bald ein Zugang am Würzbacher Weiher, im Umfeld der Philipslust oder in der Würzbachhallenstraße verfügbar werden. Voraussetzung ist jedoch immer ein bereits vorhandener nahegelegener Internetzugang, über den sich dann der jeweilige WLAN-Router der Firma Intersaar verbinden kann.

Der Projektstart ist am Busbahnhof in Aßweiler vorgesehen. Dort könnte die Anbindung des demnächst zu installierenden WLAN-Routers über den Internetanschluss des Feuerwehrhauses erfolgen. Allerdings macht dies hier zunächst ein Upgrate von der vorhandenen 16-Mbit- auf die von der EU vorgegebenen 32 Mbit-Geschwindigkeit erforderlich. Nach dem aktuellen Breitbandausbau der Telekom könnte hier demnächst allerdings sogar ein 100er Anschluss verfügbar sein. Bei entsprechend vorhandenen Mitteln aus dem Fördertopf werden dann weitere Stadtteile folgen.

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener freut sich über die neuen Anbindungen: „Blieskastel verfügt bereits seit fast drei Jahren über einen „Hotspot“, der die City mit freiem Internet versorgt. Wie schön, dass wir nunmehr mit EU-Fördermitteln weitere Bereiche, insbesondere in den Stadtteilen versorgen können. Die Maxime der heutigen Zeit ist es möglichst immer und überall erreichbar zu sein. Unkomplizierte Kommunikation ist durch die rasante technologische Entwicklung zur Selbstverständlichkeit geworden.“ (ub)



Hintergrund:
Bereits 2018 hatte die Europäische Union (EU) das Förderprogramm „WiFi4EU“ gestartet, um insbesondere Kommunen in ländlichem Raum bei der Einrichtung eines lokalen kabellosen Netzwerkes, im aktuellen Sprachgebrauch eher unter der Kurzform W-LAN (Wireless Local Area Network) bekannt, zu unterstützen. Rund 120 Millionen Euro wurden hierzu für den Zeitraum 2018 bis 2020 bereitgestellt. Bis zu 8000 öffentliche W-LAN-Zugänge sollen so realisiert werden. Bewerben durften sich Städte, Gemeinden bzw. Kommunen aus den EU-Mitgliedsstaaten und den teilnehmenden EWR-Ländern Norwegen und Island. Mit den Wifi-Hotspots sollen in öffentlichen Räumen wie Parks, Plätzen, Gesundheitszentren etc. für deren Besucher kostenlose Zugangsmöglichkeiten eingerichtet werden. Im zweiten Anlauf hatte nun auch die Stadt Blieskastel mit ihrem Antrag Erfolg und erhielt den Zuschlag über einen der Gutscheine in Höhe von 15.000 Euro aus dem Fördermittel-Topf. (ub)