Ministerium bewilligt Zuwendung i.H.v. 700.000 € für Sporthalle im Freizeitzentrum

Die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat der Stadt Blieskastel am 23. März einen Zuwendungsbescheid zur Sanierung der Sporthalle im Freizeitzentrum überbracht.

Scheckübergabe im Rathaus. Von links: Jutta Schmitt-Lang, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Georg Becker. Foto: Uwe Brengel

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener zeigt sich sehr erfreut, weil damit ein jahrelanger Missstand behoben werden kann. Das gesamte Freizeitzentrum ist in diesem Jahr 40 Jahre in Betrieb. Viele bauliche Maßnahmen wurden in der Zwischenzeit durchgeführt. Aber nun sind die Sporthalle und die Nebenräume im Freizeitzentrum akut sanierungsbedürftig. Zwar wurden im Inneren der Sporthalle notwendige Reparaturarbeiten durchgeführt, wie z.B. der Ausbau der Decke mit Einbau eines Lichtbandes im Jahre 1991 mit einer gleichzeitigen Dacherneuerung. Größeren Sanierungen wurden aber nicht durchgeführt. Deshalb ist unbedingt notwendig die Halle nochmals auf Vordermann zu bringen um der sportlichen Betätigung unserer Schulen, Vereine und Verbände gerecht zu werden.

Die Bürgermeisterin weist darauf hin, dass Aufgrund eines entsprechenden Zuschussantrages an das Ministerium für Inneres und Sport zu den Gesamtkosten von 1.120 Mio € eine Zuwendung von 700 T € bewilligt wurde. Den verbleibenden Eigenanteil wird sich die Stadt Blieskastel und der Saarpfalz-Kreis im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit teilen.


Folgende Arbeiten sind vorgesehen:

Der Sportboden sowie die Prallwand- und Wandverkleidung zeigen sehr starke Verschleißer-scheinungen, bis zu Ablösungen der Oberflächen. Eine grobe Untersuchung ergab, dass zu-dem die Betonbodenplatte unter dem Sportboden keine Bodenabdichtung aufweist.Aufgrund ihres Alters ist die vorhandene Teleskoptribüne zu erneuern. Außer Oberflächen-schäden und starken Abnutzungen weisen auch die Grundkonstruktion sowie der Tribünenantrieb Verschleiß und Schäden auf. Geräteraumtore sowie Hallenzugangstüren sind trotz der wiederholten Überarbeitungen und Reparaturen erneuerungsbedürftig. Ebenso sind die Nebenraumbereiche einschließlich des Foyers der Sporthalle sanierungsbedürftig. Die geplanten Maßnahmen betreffen daher eine Komplettsanierung des gesamten Sporthal-lenbereiches, wobei mit Ausnahme eines Lagerraumes im Ausgabebereich Foyer keine Umbauten erfolgen.

Die vorhandene bewegliche Tribünenanlage verfügt über ca. 400 Sitzplätze, wobei die Tribünenanlage nach der Erneuerung sich in Größe und Sitzplatzanzahl nicht verändert. Bei den genehmigten Sonderveranstaltungen mit größeren Besucherzahlen werden entsprechend der Auflagen Sicherheitsmaßnahmen (Aufsichtspersonal, Handfeuerlöscher etc.) ergriffen.

Sporthalle:

Bei der Erneuerung des Sportbodens sollte aufgrund der Nutzungsanforderungen ein belüfteter, flächenelastischer Sportboden mit einem Oberbelag aus Linoleum zur Verwendung kommen. Nach Abriss des vorhandenen Sportbodens ist die Aufbringung einer Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit vorgesehen. Bei Erneuerung des Sportbodens müssen die erforderlichen Gerätehülsen eingebaut und neue Spielfeldmarkierungen aufgebracht werden. Die Erneuerung der Teleskoptribüne ist als Kompletterneuerung vorgesehen, wobei als Abschluss des Vorpodestes zum Spielfeld entweder eine Steckgeländerkonstruktion oder eine festmontierte Blende eingebaut werden kann. Zur Erneuerung der Prallwandverkleidungen ist eine großflächige Paneelverkleidung in ballwurfsicherer und kräfteabbauender Konstruktion einschließlich Unterkonstruktion vorgesehen. Hierbei sind die Nischenverkleidungen als abnehmbare Blenden auszubilden. Im Zuge der Erneuerung der Prallwände sollten auch die oberen Abdeckungsverkleidungen (vorhanden rohe Spanplatten) erneuert werden. Die Sanierung der Geräteraumtore erfolgt durch neue manuelle bedienbare Tore mit kräfteabbauender und ballwurfsicherer Oberflächenverkleidung. Alle Hallenzugangstüren vom Foyer und den Nebenräumen werden erneuert, wobei laut UBA keine Brandschutz- oder Rauchschutzanforderungen gestellt werden. Hierbei kommen versenkte Turnhallenbeschläge, wo erforderlich, als Panikbeschläge zur Ausführung.


Nebenräume / Foyer:

Auch im Bereich Nebenräume / Foyer zeigen alle Oberflächen und Beläge sowie Einbauten starken Verschleiß und Schäden. Insbesondere sind alle abgehängten Decken (vorhandene Alulamellendecken) stark beschädigt, teilweise daher bereits demontiert. An den vorhandenen WC-Trennwänden (geflieste Betonelemente mit Fußluft) zeigen sich teilweise erhebliche Schäden an den Stahlaufständerungen (starke Korrosion) und den Fliesenoberflächen. Die vorhandenen Boden- und Wandfliesenbeläge weisen eine Vielzahl von Schäden und Ausbesserungen auf, so dass eine Erneuerung, teilweise in reduzierter Form, im Zuge der Sanierungsmaßnahme erforderlich ist. Der vorhandene Kleingüteraufzug im Foyer ist defekt sowie nicht mehr in Betrieb und kann abgebrochen werden. Die abgehängten Decken sollen daher durch ein System mit besserer Schallschluckung ersetzt werden. Hierzu wird analog der Ausbildung in der Umkleide Hallenbad eine korrosionsgeschützte, demontable Streckmetallkonstruktion mit Schallschluckauflage vorgeschlagen, wobei die neue Beleuchtung in Form „einfacher“ Langfeldleuchten oberhalb der Decke installiert werden kann. Die Geräteräume erhalten nach der Demontage keine neuen Deckenverkleidungen. Im Bereich des Foyers können entsprechend der Deckengestaltung in der Sporthalle die tragenden Dachtrapezbleche als Untersicht verbleiben, wobei zur Schalldämpfung untergehängte Schallschluckelemente (Baffel) in Verbindung mit sichtbaren, abgependelten Leuchten zum Einsatz kommen sollen. Die Lagerraumabtrennung ist mit zwei Zugangstüren hinter der neu geplanten Ausgabetheke vorgesehen. Der Foyerbereich soll zum Außengelände durch Einbau eines Schiebe-Faltverglasungselementes im ersten Achsfeld vor der Ausgabetheke zusätzlich geöffnet werden. Hierbei ergäbe sich eine wesentlich bessere Anbindung der Foyerzone an das Außengelände bei entsprechenden Veranstaltungen, darüber hinaus würde die Fluchtwegsituation zusätzlich verbessert. Im Bereich der Nebenräume sollen die Türblätter unter Erhalt der Stahlzargen erneuert werden. Die vorhandenen Umkleidebänke sollen lediglich überarbeitet und mit einem Neuanstrich versehen werden. Die notwendige Erneuerung der WC-Trennwände erfolgt in Form von „leichten Trennwandanlagen“ mit Edelstahlfüßen und, wo erforderlich, oberen Stabilisierungsprofilen. Bei der Erneuerung der Bodenfliesenbeläge durch Aufkleben auf den vorhandenen Belag (Kostenreduzierung) sollen die vorhandenen Gefälleausbildungen und Bodeneinläufe übernommen werden, wobei, wo erforderlich, eine zusätzliche „alternative Abdichtung“ zum Einsatz kommt. Eine Erneuerung der Estrichaufbauten ist aufgrund der starken Durchfeuchtung lediglich in den Duschbereichen vorgesehen. Bei der Sanierung der Wandfliesenbeläge ist, wo möglich, ebenfalls das Aufkleben auf die vorhandenen Wandfliesen geplant, wobei vorhandene Wandfliesenbeläge teilweise durch preiswertere Putzflächen ersetzt werden könnten.


Haustechnik:

Im Zuge der Sanierung erfolgt eine Erneuerung der Elektroinstallation einschließlich des Schaltermaterials im Bereich der Prallwandverkleidungen der Sporthalle. Als Ersatz für die schadhaften und überalterten Beleuchtungen in den Nebenräumen und im Foyer sind „einfache“ Langfeldleuchten in LED-Technik oberhalb der neuen Streckmetalldecken vorgesehen. Die Leuchten in der Sporthalle sind nicht erneuerungsbedürftig, sollten jedoch in LED-Technik ersetzt werden. Im Zuge der Deckenerneuerungen sollen die vorhandenen Installationen in den abgehängten Decken untersucht und soweit erforderlich, saniert werden (z. B. vorh. Faserzement-Entwässerungsleitungen, Elektroinstallationen etc.). Ob die raumlufttechnische Anlage einer Erneuerung bedarf muss noch geprüft werden. Eine Überarbeitung, Säuberung und Anpassung der Zu- und Abluftauslässe ist auf jeden Fall erforderlich. Das Foyer ist an die vorhandene Lüftungsanlage angeschlossen. Die WC-Anlagen und Lehrerumkleiden müssen einschließlich Sanitäreinrichtungen, Armaturen und Rohrleitungen erneuert werden. Im Bereich der Waschräume wurden die Duscharmaturen bereits Jahren erneuert und sollen mit Ausnahme der Duschköpfe verbleiben. Die vorhandenen Waschrinnen sollten entweder ersatzlos entfernt oder müssen unter Erhalt der Installationswand abgerissen und durch neue Waschbecken oder Waschrinnen ersetzt werden. Hierbei sind Armaturen, Rohrleitungen und Abwasserinstallationen zu erneuern (derzeit freier Abwasserablauf zu Bodeneinläufen). Spiegel und Spiegelleuchten sind ebenfalls zu erneuern, wobei in den Umkleiden jeweils 3-4 Spiegel zum Einsatz kommen.Die Bodeneinläufe der Duschräume sind aufgrund starker Korrosion zu erneuern, bei den übrigen Bodeneinläufen dürften eine Reinigung sowie neue Aufstockelemente ausreichend sein.