Stadt Blieskastel stattet Grundschulen und städtische Kindergärten mit Luftfiltern aus

Die Stadtverwaltung hat 35 mobile Luftfilteranlagen angeschafft...

Von links: Christiane Völkert, Christina Zäh und Mark Tussing vom für Schulen und Kitas zuständigen Fachbereich, gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Hertzler bei der Begutachtung der gerade eingetroffenen Luftfilteranlagen auf dem Gelände des Baubetriebshofes (Foto: Uwe Brengel).

Am 1. September traf die Lieferung pünktlich beim Baubetriebshof ein, Auslieferung und Installation begannen unmittelbar danach. "Damit können wir nun alle belegten Unterrichtsräume in unseren Grundschulen sowie die Gruppenräume in den städtischen Kindergärten ausstatten", freuten sich Bürgermeister Bernd Hertzler und der für die Grundschulen und Kindergärten zuständige Beigeordnete Guido Freidinger.

Ursprünglich hatten die Zuschussrichtlinien des Innenministers lediglich die Ausstattung derjenigen Klassenräume vorgesehen, die aus technischen Gründen nicht belüftet werden können, dann aber hatte das Ministerium Anfang August erfreulicherweise diese Förderbedingungen korrigiert und die Zuschussmittel den Kommunen direkt zur Verfügung gestellt. "Auf diese Weise konnten wir schneller und – trotz Einhaltung der Vergabevorschriften – unbürokratischer reagieren", so der Beigeordnete. Die Luftfilteranlagen sind so dimensioniert, dass sie die Luft in den Klassenräumen filtern und so Schadstoffe bzw. Infektionserreger erheblich reduzieren.

Zusammen mit den bereits im letzten Jahr installierten sogenannten CO2-Ampeln zur permanenten Messung der Raumluft-Qualität und Signalisierung bei Lüftungsbedarf kann damit das Infektionsrisiko für Grundschüler und Kindergartenkinder, für die es bisher ja noch keine Impfmöglichkeit gibt, zusätzlich gesenkt werden. Der Beigeordnete verweist aber ausdrücklich auf die entsprechenden Empfehlungen des RKI, nach denen Luftfilteranlagen zwar das Infektionsrisiko reduzieren, aber nicht beseitigen können. Es bleibe also nach wie vor bei der Verpflichtung der Lehrer*innen für regelmäßige Belüftung der Räume zu sorgen. Genau dies wird durch die bereits zuvor installierten CO2-Ampeln angezeigt. Mit diesen wird die Qualität der Raumluft, das heißt der Anteil ausgeatmeter Luft, in der sich verstärkt Aerosole, winzige ausgeatmete Flüssigkeitstropfen befinden, gemessen. Diese Aerosole, an denen Viruspartikel anhaften können, sammeln sich über längere Zeit in der Luft an. Dagegen hilft wirksam regelmäßiges Lüften, also verbrauchte gegen frische Luft, auszutauschen. Die CO2-Ampeln signalisieren rechtzeitig, wenn es Zeit ist, den Raum wieder zu lüften. Die Anschaffung der Geräte erfolgte mit finanzieller Unterstützung aus Landesmitteln. (gf/ub)