Stadt Blieskastel unterstützt aktiv die Arbeit ihrer Jugendclubs und Jugendzentren

Sonderfall P-Werk und Wiederaufnahme der pädagogischen Arbeit in den Jugendtreffs

Foto Julian Fritz

Analog zu dem Verzicht auf Hallengebühren für die Vereine während der Corona-Pandemie hat die Stadt auch den städtischen Jugendclubs und Jugendzentren die Miet- bzw. Nebenkosten bis Ende Juni 2021 erlassen. Nun beschäftigt sich der Ausschuss für Bürgerdienste mit dem Sonderfall des P-Werk in Blieskastel: Die Verwaltung schlägt in ihrer Vorlage (2021/401) die Erstattung von 40% der vom Jugendzentrumsverein zu erstattenden Betriebskosten vor. Der zwischen der Stadt und dem P Werk bestehende Nutzungsvertrag sieht die Übernahme "... der Kosten für Strom, Wasser (Ver- und Entsorgung), Müllabfuhr und Brennstoffe unmittelbar..." durch den Verein Jugendzentrum in Selbstverwaltung Blieskastel e.V. vor. "Im Hinblick auf den vor allem unter energetischen Gesichtspunkten maroden Zustand des Gebäudes ist es nach meiner Ansicht nicht zu vertreten, von dem Jugendzentrums-Verein die volle Übernahme dieser Kosten zu verlangen, denn schließlich sind diese weit über den sonstigen im Durchschnitt liegenden Betriebskosten zu einem Teil auf die in der Vergangenheit durch den Eigentümer Stadt unterbliebenen Renovierungs-und Sanierungsmaßnahmen zurückzuführen", so der für Soziales zuständige Beigeordnete Guido Freidinger. "Da wir im Hinblick auf die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit von baulich notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Zweifel waren, haben wir eine gutachterliche Stellungnahme durch ein Blieskasteler Ingenieurbüro erstellen lassen, die jetzt im Ausschuss für Bürgerdienste öffentlich vorgestellt wurde. Das Büro kommt in seiner abschließenden Beurteilung zu dem Ergebnis, dass verschiedene Gebäudeteile nur noch eine geringe Lebenserwartung haben und im Vergleich zu einem Neubau die Grundsanierung des Gebäudes als unwirtschaftlich zu betrachten sei. Vor diesem Hintergrund müssen sich Rat und Verwaltung zumindest mittelfristig Gedanken über eine Sanierung bzw. einen Neubau machen", so der Beigeordnete abschließend in seiner Stellungnahme. Gemeinsam mit den Jugendlichen des Vereins wolle man nach Lösungen suchen und diese dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen.


Wiederaufnahme der pädagogischen Arbeit in den Jugendtreffs

Ein weiteres für die Jugendarbeit wichtiges Thema im Gespräch mit den Jugendlichen war die Wiederaufnahme des Kulturbetriebes und der pädagogischen Jugendarbeit in den städtischen Jugendzentren und -Clubs: Hier konnten gemeinsam mit dem Dachverband der Jugendzentren, Vertretern der städtischen Einrichtungen, dem Ordnungsamt und der städtischen Jugendarbeit gute Lösungen gefunden werden, damit unter den inzwischen erfreulicherweise gelockerten Pandemiebedingungen schnellstmöglich die pädagogische Arbeit in den Jugendzentren wieder aufgenommen werden kann. "Diese Rahmenbedingungen werden umgehend allen städtischen Jugendclubs umgehend mitgeteilt", so der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Mark Tussing.