Verwaltung macht Vorschläge zur Neuordnung der Ortsmitte von Blickweiler

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden Gestaltungsvarianten im Hinblick auf ihre Realisierungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Kosten untersucht...

Die Grafik zeigt die Planvariante aus einer Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Kalkoffen.

Bereits seit Jahren wird im Ortsrat über die Neuordnung der Ortsmitte von Blickweiler diskutiert. Zwar wurde bereits vor zwei Jahren von einem Vertreter der Kirchengemeinde die Neugestaltung des kircheneigenen Geländes um die Kirche im Rahmen einer öffentlichen Förderung vorgeschlagen. Da es im Umfeld aber gleich mehrere Missstände zu beseitigen gibt, wie geringe Aufenthaltsqualität und ungeklärte Grundstücksverhältnisse am Dorfplatz, Sanierungsbedürftigkeit der Feuerwehr, zusätzlicher Platzbedarf bei Kita und Nachmittagsbetreuung (FGTS) – um nur einige zu nennen – hat die Verwaltung vorgeschlagen, im Rahmen der Dorfentwicklung eine die gesamte Ortsmitte einbeziehende "Größe Lösung“ zu verfolgen. Nicht zuletzt durch das Verkaufsangebot eines seit längerem leerstehenden ehemaligen Bauernhauses und der umliegenden Grundstücke in der Dorfmitte haben sich neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

"Die Idee ist, für die Zukunft des Ortes notwendige Infrastrukturmaßnahmen (die Erweiterung von Kita und FGTS) mit dem städtebaulich sinnvollen Erhalt eines Ortsbild prägenden Gebäudes zu verknüpfen und gleichzeitig eine attraktive Ortsmitte für Blickweiler neu zu gestalten", so der für die Kitas und Grundschulen zuständige Beigeordnete Guido Freidinger. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Gestaltungsvarianten im Hinblick auf ihre Realisierungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Kosten genauer untersucht. In einer Stadtinternen Arbeitsgruppe, an der sowohl der für die Schulen und Kitas zuständige Fachbereich Soziales, als auch der für die Dorfentwicklung zuständige Fachbereich 3 (Umwelt, Planen und Bauen), als auch der Ortsvorsteher beteiligt waren, wurden die verschiedenen Varianten diskutiert und bewertet. Die Arbeitsgruppe favorisiert die Variante, die einen Umbau des ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudes zu einer Kita, den anschließenden Neubau der FGTS auf dem Gelände der bisherigen Kita und damit in einem dritten Schritt die Erweiterung der bestehenden Grundschule ermöglicht. Nicht abschließend entschieden ist in dieser Variante die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr. "Hier sind alle bisher diskutierten Varianten, also sowohl ein Neubau am bisherigen Standort, als auch die auch schon im Ortsrat diskutierte Möglichkeit eines Neubaus an der Kulturhalle denkbar. Dies sollte unter maßgeblicher Beteiligung der Feuerwehr entschieden werden", so Bürgermeister Bernd Hertzler.

Sowohl die verschiedenen im Rahmen der Machbarkeitsstudie entwickelten Lösungsvarianten als auch die dem Verwaltungsvorschlag zugrundeliegenden Überlegungen sind transparent in einer Vorlage dargelegt, die nun im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen, im Ausschuss für Bürgerdienste sowie im Ortsrat zur Beratung vorliegt. "Ich hoffe, dass die städtischen Gremien dem Vorschlag folgen und der Verwaltung damit Grünes Licht für die nächsten Schritte geben. Insbesondere die Erweiterung der Kita und der FGTS brennen uns unter den Nägeln, da es hier schon seit Jahren Klagen über den baulichen Zustand und die unzureichenden Platzkapazitäten gibt, allerdings ohne dass sich bisher konkret etwas getan hat", so der städtische Beigeordnete abschließend.

(fr)