Blickweiler soll modernes Sport- und Freizeitzentrum erhalten

23.01.2026

Die Stadt Blieskastel wird sich im Rahmen des Bundesförderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ Projektaufruf 2025/ 2026 um eine Förderantragsstellung beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen für die Sanierung einer Mehrzweckhalle im Stadtgebiet bewerben.


Nach eingehender Prüfung der infrage kommenden Projekte, hat sich die Stadt Blieskastel für das Vorhaben in Blickweiler entschieden. Der Standort Blickweiler verspricht nach Abwägung der baulichen Voraussetzungen, der zu erwartenden Gesamtkosten sowie etwaiger Schadstoffbelastungen, der am besten geeignete Standort zu sein. Dabei steht die Förderung von Zukunft, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt im Vordergrund. Eine bereits in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie untermauert die Wahl der Verwaltung. Nicht nur die Vereinsdichte sowie die Auslastung der Halle durch verschiedene Nutzergruppen sprechen für den Standort Blickweiler, sondern auch der Blick in die Zukunft der potentiell weitergeführten Vereine.
Der Bund beteiligt sich mit bis zu 75% an den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben bei Städten und Gemeinden, die sich in einer Haushaltsnotlage befinden. Somit liegt der städtische Eigenanteil bei 25%. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 3.200.000 Euro. 

Die Projektidee: Das kulturelle und sportliche Leben des Stadtteils Blickweiler wird maßgeblich von Vereinen, Schulen und ehrenamtlichen Gruppen getragen. Zentrale Rolle spielt dabei das Sport- und Freizeitzentrum „Zum Rosenhof“, das jedoch aufgrund seines Alters (Baujahr 1970er Jahre) erhebliche bauliche, funktionale und technische Mängel aufweist. Besonders problematisch sind die fehlende Barrierefreiheit, veraltete Ausstattungsstandards, ungünstig angeordnete Nebenräume sowie Defizite im Außenbereich. Frühere Sanierungskonzepte scheiterten bislang an fehlenden finanziellen Mitteln. 

Ziel der geplanten Grundsanierung ist es, die aufgeführten Mängel zu beseitigen und das Sportzentrum zu einem modernen, barrierefreien, energetisch optimierten und vielseitig nutzbaren Mittelpunkt für Sport, Bewegung und Begegnung zu entwickeln. Vorgesehen sind u. a. ein Aufzug, schwellenlose Zugänge, neue Bodenbeläge, Akustikdecken, zeitgemäße Beleuchtung sowie eine funktionale Neuordnung und teilweise Erweiterung der Nebenräume. Dadurch sollen flexiblere Nutzungen und verbesserte Abläufe ermöglicht werden.
Das neue Nutzungskonzept unterscheidet zwischen ruhigen, gesundheitsorientierten Angeboten auf der einen Ebene, wie z. B. Yoga, Reha- und Seniorensport, Tanz, Eltern-Kind-Angebote und dynamischen Sportarten wie beispielsweise Turnen, Ball- und Schulsport auf einer weiteren Ebene. Ergänzt wird dies durch eine deutliche Aufwertung des Außenbereichs mit Angeboten wie Outdoor-Kletterwand, Beachvolleyball, Boule und Meditationsflächen.

Besonderer Wert wird auf Inklusion, soziale Teilhabe und generationenübergreifende Angebote gelegt. Bestehende integrative Sportangebote für Jugendliche und benachteiligte Gruppen sollen gestärkt und um Programme für Seniorinnen und Senioren sowie Familien erweitert werden.

Baulich folgt die Sanierung einem ressourcenschonenden, bestandsorientierten Ansatz mit gezielten Erweiterungen. Neben der statischen Ertüchtigung sind umfangreiche Maßnahmen in den Bereichen Wärme-, Brand- und Klimaschutz geplant. Ergänzend werden nachhaltige Energiekonzepte wie Wärmepumpenanlage, Photovoltaik, Regenwassernutzung, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie LED-Beleuchtung umgesetzt.

Insgesamt soll das sanierte Sportzentrum als attraktiver, offener und zukunftsfähiger Treffpunkt für Sport, Gesundheit, Kultur und Gemeinschaft neu positioniert werden. (sw)