Dankeschön an den Winterdienst

23.01.2026

Das neue Jahr begann für die Verantwortlichen und die Mitarbeiter des Blieskasteler Baubetriebshofes alles andere als geruhsam...


Der diesjährige Wintereinbruch ab dem Neujahrstag forderte die über 50 Bediensteten des Bauhofes meist in den Nacht- und frühen Morgenstunden. „Wir stehen mit dem Deutschen Wetterdienst im Austausch, auch die Glättewarner an der B423 in Biesingen, Habkirchen oder in Einöd müssen wir im Blick haben“, erläuterte der Leiter des Baubetriebshofs, Axel Ruth. Knapp 100 Tonnen Salz aus dem Silo wurden mit Fahrzeugen und etwa zehn Tonnen Sackware Salz von Hand wurden auf Straßen und Bürgersteige aufgebracht. Denn es ist bekannt, dass die Fläche der Stadt Blieskastel so groß ist wie die der Großstadt Paris. Und das muss dann alles wie ein Uhrwerk funktionieren. Zunächst wird bei erwarteten winterlichen Wetterkapriolen ein Erkundungsfahrer losgeschickt, der die Lage der winterlichen Einschränkungen erfasst. Dann gibt es ein ausgeklügeltes telefonisches Alarmierungssystem, mit dem die Bediensteten zum Einsatz gerufen werden. Und weiter gibt es einen exakt ausgearbeiteten Prioritätenplan. Zunächst sind die Feuerwehrhäuser, Schulen, Kindergärten oder andere wichtige Infrastrukturbereiche dran. Dann geht es an die wichtigen Steigungs- und Gefällstrecken, auch die Zufahrt zur Mediclin-Klinik in Lautzkirchen hat Priorität. Auch Bushaltestellen und Gehwege entlang von städtischem Gelände müssen von Schnee und Eis befreit werden. Die Bauhofbediensteten sind mit einem großen Streu-LKW mit Räumschild unterwegs, einem großen und zwei kleineren Traktoren. Außerdem unterstützen drei landwirtschaftliche Betriebe mit ihren Traktoren die Streuarbeit des Bauhofs. In der Nacht zum vorletzten Montag, als die Blitzeisfront gemeldet worden war, hatte man vorsorglich schon ab drei Uhr morgens sozusagen vorgestreut. Dem Streusalz wird dann eine Flüssigkeit zugesetzt, dadurch entsteht eine sogenannte Sole, die besser auf dem Untergrund haftet und durch die Autoreifen nicht wegespritzt werden kann. „Aber gottseidank war es dann nicht so schlimm gekommen, wie zunächst gemeldet worden war“, unterstrich Axel Ruth. 

Der Erste Beigeordnete Patrick Hüther besuchte am vergangenen Freitag nach Dienstschluss den Baubetriebshof. Er bedankte sich für den geleisteten Winterdienst der letzten Wochen. Er hob hervor, dass manchmal den einzelnen Bürgern gar nicht bewusst sei, welche organisatorische Meisterleistung und wie viel Personaleinsatz hinter einem solchen Winterdienst steckt: „Ich möchte mich im Namen der Mehrheitsfraktion aus SPD und CDU recht herzlich bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, zu jeder Tages- und Nachtzeit, egal ob Samstag, Sonntag oder auch an Feiertagen, den Winterdienst für das komplette Stadtgebiet zu organisieren. 

Dafür ein herzliches Dankeschön im Namen der Fraktionen und auch im Namen der gesamten Verwaltung“, bedankte sich Hüther. Der Beigeordnete weiter: „Ich darf auch ein fettes Dankeschön im Namen unseres Bürgermeisters Bernd Hertzler überbringen, der derzeit erkrankt ist. Ich weiß, dass der Baubetriebshof dem Bürgermeister sehr am Herzen liegt und dass er auch sehr stolz auf seinen Bauhof ist“. Hüther wies zudem darauf hin, dass die Mehrheitsfraktion in der Weihnachtssitzung des Blieskasteler Rats alle noch zu Verfügung stehenden Restmittel „zusammengekratzt“ habe, um einen neuen Bagger für den Baubetriebshof zu kaufen. Die große Koalition habe in ihrem Koalitionsvertrag explizit die Stärkung des Bauhofs aufgenommen. „Wie Sie sicherlich gemerkt haben, haben wir im letzten Jahr schon personell aufgerüstet, dieses Jahr steht nun die Ausstattung des Baubetriebshofs auf dem Programm“. 
Er hob hervor, dass eine angemessene Ausstattung und der Arbeitsschutz für die Beschäftigten von besonderer Bedeutung seien. (ers)