Planmäßiger Übergang der Betriebsträgerschaft für die Kita und die Freiwillige Ganztagsbetreuung an der Grundschule Niederwürzbach zum 1. Januar 2026 zur KITA Bliesgau gGmbH
„Auf der Zielgeraden bedurfte es zwar eines Endspurts, aber wir haben es geschafft“, so, der unter anderem für die Kitas und Grundschulen zuständige Beigeordnete für Soziales der Stadt Blieskastel, Guido Freidinger anlässlich der Unterzeichnung der Verträge zum Betriebsübergang der katholischen Kindertagesstätte Sankt Hubertus und der freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) Niederwürzbach am 25. November 2025.
Bürgermeister Hertzler: Freidingers Einsatz war prägend – vor allem beim Personal ein Kraftakt
„Damit ist der Weg für den zum 1. Januar 2026 geplanten Wechsel der Trägerschaft für die beiden Bildungseinrichtungen in Niederwürzbach von der katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie zur die Kita Bliesgau gGmbH frei“, so der Blieskasteler Bürgermeister Bernd Hertzler sichtlich erfreut über die „Punktlandung“. „Dass dies doch noch gelungen ist, ist letztlich der überaus vertrauensvollen und zielstrebigen Zusammenarbeit zwischen dem Vertreter der Kirchengemeinde, Pfarrer Eric Klein und dem Blieskasteler Beigeordneten Freidinger zu verdanken“, so der Geschäftsführer der Kita Bliesgau gGmbH, Timo Banzet, der als Vertreter der aufnehmenden Träger- Gesellschaft in der Endphase der Abstimmung natürlich in die Verhandlungen eingebunden war.
Ausgangspunkt dieses Trägerwechsels war die Entscheidung der Stadt Blieskastel im Jahr 2021 für einen Kita-Neubau, nachdem zuvor mehrere Versuche eines An – bzw. Umbaus am bisherigen Kitagebäude in der Mühlenstraße aus technischen Gründen gescheitert waren. Die Stadt hatte von Anfang an zu verstehen gegeben, dass sie für die im Vergleich zu der bisherigen Einrichtung um zwei auf dann sieben Gruppen erweiterte Einrichtung, nicht nur die Gebäude– sondern auch die Betriebsträgerschaft übernehmen wolle. Hierfür erforderlich waren dann aber einvernehmliche Lösungen für den Betriebs– und Personalübergang. In die in diesem Zusammenhang geführten Verhandlungen für einen möglichst reibungslosen Personalübergang waren seitens der Stadt maßgeblich auch der Hauptamtsleiter, Jens Welsch sowie die Leiterin des städtischen Personalamtes, Anne-Kathrin Backes und auf kirchlicher Seite, das Bistum Speyer eingebunden. „Dabei war es immer unser, erklärtes Ziel, den Beschäftigten sowohl was die Gehälter als auch die Versorgungsansprüche anbelangt, eine Wahrung ihres bisherigen Besitzstandes zu gewährleisten, so alle Beteiligten übereinstimmend. „Dies ist uns nun mit dem Abschluss eines einvernehmlichen Betriebsüberganges nach Paragraph 613a BGB auch gelungen“, so Pfr. Klein und der städtische Beigeordnete übereinstimmend. Über dieses Verfahren wurden schließlich auch schon im Vorfeld die über 30 derzeit noch bei der Kirchengemeinde angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam und umfassend informiert. Diese haben nun bis Ende Dezember im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Unterrichtungsverfahrens individuell dem Wechsel des Arbeitgebers zu widersprechen oder zuzustimmen. „Wir haben bewusst den 1. Januar als Zeitpunkt für den formalen Betriebsübergang gewählt, damit auch der für die Osterferien geplante Umzug in die bis dahin fertig gestellte neue Kita möglichst reibungslos erfolgen und vom neuen Träger begleitet werden kann. Der Betrieb der FGTS wird bis zum Umbau des ehemaligen MIP-Gebäudes weiterhin in den Räumen des ehemaligen Elisabethen Vereins, aber in Betriebsträgerschaft der Kita Bliesgau gGmbH erfolgen. Auch hierüber haben wir die Beschäftigten und auch die Eltern frühzeitig und umfassend informiert“, so erläutern Pfarrer Klein, der städtische Beigeordnete Freidinger und GmbH- Geschäftsführer Banzet das Übergangsverfahren. „Das Ist auch ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, mit der Gründung einer kommunalen gGmbH einen flexiblen, handlungsfähigen und stabilen Träger zu schaffen, der den Eltern und Kindern mehr Betreuungssicherheit bietet und zugleich eine qualitätsvolle und innovative Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft gewährleistet“, erklärt Guido Freidinger, den viele als den ‚Architekt‘ dieser Neustrukturierung sehen und „Wir sind als Gemeinnützige GmbH, jederzeit offen für weitere Kooperationen in diesem Sinne“, ergänzt der GmbH – Geschäftsführer, Timo Banzet. Die entsprechende Zustimmung zum Übergang der FGTS seitens der Schule erfolgte bei der Schulkonferenz am 04.12.2025.
Kommunale gGmbH: verlässlicher Träger, Qualitätsentwicklung und Kooperationen
Für die KITA Bliesgau gGmbH ist dieser Übergang ein bedeutsamer um folgenreicher Schritt. „Neben knapp 200 –für uns neuen- Kindern, übernehmen wir nun auch Verantwortung für über 30 neue Kolleg:innen und künftig noch ca.10 weiteren Mitarbeitenden, die durch ein Auswahlverfahren für die Personalisierung der beiden neuen Gruppen gesucht und eingestellt werden. Es ist die erste Übernahme kirchlicher Einrichtungen, durch die wir uns eine Erweiterung der pädagogischen und auch zwischenmenschlichen Vielfalt in der gGmbH erhoffen“, so der Geschäftsführer Timo Banzet. „Ein besonderer Dank gilt dem Bistum Speyer und der Kirchengemeinde, für die bisherige Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz, welchen sie durch das Betreiben der Einrichtungen und der prozentualen Beteiligung an den Personalkosten umgesetzt haben“, drückt Pfr. Klein abschließend aus. Sowohl die Kirchengemeinde, als auch Timo Banzet möchten abschließend ebenso ein Wort des Dankes an die Kolleg:innen richten: „In diesem Zuge auch ein Dank an alle Mitarbeitenden, die mit viel Engagement und Kompetenz für die Kinder und Familien zur Verfügung standen und künftig stehen“