Blieskastel (ers). Die Verantwortlichen waren begeistert: Der erste Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft der Blieskasteler Gewerbetreibenden in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt Blieskastel hatte eine so nicht erwartete hohe Resonanz gefunden. Die Orangerie war gut gefüllt, und nach dem Begrüßungssekt gab es dann mehrere Kurzreferate zur Situation der Gewerbetreibenden in Blieskastel. In seinem Grußwort hatte der Erste Beigeordnete (in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters) gekräftigt, dass die Unternehmen in Blieskastel den Charme der Innenstadt ausmachten und für touristische Bedeutung sorgten. Man leide indes wie andere Städte unter Kaufkraftabfluss, steigenden Kosten und dem Konkurrenzdruck durch den Online-Handel. Bezüglich der Netzwerkbildung, die sozusagen das Thema des Abends war, unterstrich der Kommunalpolitiker, dass nun neue Ideen, Engagement und eben Vernetzung gefragt seien: „Es ist wichtiger denn je, negative Trends zu erkennen, ihnen entgegenzuwirken, sich diesbezüglich auszutauschen und Kräfte zu bündeln“. Hüther lobte die gute Zusammenarbeit der Interessengemeinschaft mit den zuständigen Bediensteten des Kulturamtes: „Die Stadtverwaltung möchte Ihr Partner sein und den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Blieskastel gemeinsam mit Ihnen sichern und weiterentwickeln“. Er lobte das gesamte Organisationsteam der Veranstaltung und auch Marco Cufaro und Christina Pfister aus der Reihe der Gewerbetreibenden für ihre Impulsreferate. Cufaro hatte seinen Kolleginnen und Kollegen Gewerbetreibenden Mut gemacht, neue Wege zu gehen. Unter dem Motto „Mission 2026 – Gemeinsam für Blieskastel“ unterstrich der Besitzer eines Eiscafés in der Barockstadt, dass man „Netzwerk statt Einzelkampf“ brauche. Zunächst ließ er die erfolgreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres wie zum Beispiel der Mondscheinmarkt oder das Weihnachtsdorf Revue passieren. Dann führte er aus, dass die inhabergeführten Geschäfte „das Herzstück von Blieskastel“ seien und diese die Vielfalt sichtbar machten. Solidarität sei die wichtigste Ressource für lokalen Erfolg. Man könne die Stadt nur gemeinsam „retten“ durch regelmäßigen Austausch. Ein Netzwerk vom Einzelhändler bis zum Großbetrieb sei „unschlagbar“ und damit könne die Stadt durch Zusammenhalt glänzen. Christina Pfister von Naturkostladen „froh:natur“ erläuterte in ihrem Kurzreferat die Bedeutung und den Nutzen von guten Netzwerken und forderte ihre Kolleginnen und Kollegen auf, deren Bildung gezielt voranzutreiben. Die Veranstaltung war unterstützt worden durch Leander Wappler und Marie Markens, die bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) die „Servicestelle Handel“ leiten und in ihren Beiträgen die „Chancen für den Standort Blieskastel“ ausloteten. Als Anregungen nannte Markens etwa die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, das Zusammenführen von Kooperationspartnern, das Schaffen von „Events mit Mehrwert“, dabei mit Veranstaltungsformaten experimentieren, einen Stammtisch zu etablieren und auch die Öffentlichkeitsarbeit voranzutreiben. Die beiden Vertreter der IHK standen in der späteren Aussprache auch für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft der Gewebetreibenden überreichten dann noch Klaus Port und Peter Geble vom Blieskasteler Schutzengelverein 2000 Euro Spende aus dem Erlös des Weihnachtsdorfes. Der Vorsitzende des Schutzengelvereis, Klaus Port, erläuterte, dass der Verein bereits über eine Million Euro an hilfsbedürftige oder behinderte Menschen gespendet habe. Er bedankte sich für diesen „bemerkenswerten Geldbetrag“. Cufaro hatte zuvor versichert, dass man diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr wiederholen wolle: „Das heute war nicht das Ziel, sondern der Startschuss“.