Erstmals 1690 schriftlich erwähnt, diente der Friedhof über zweieinhalb Jahrhunderte hinweg mehreren jüdischen Gemeinden als zentraler Begräbnisplatz. Über einen schmalen Weg, flankiert von mächtigen Kastanienbäumen, gelangt man vom neuen zum älteren Friedhofsteil, der mit seinem Baumbestand eher an eine Parklandschaft erinnert. 250 Grabmäler befinden sich noch heute auf dem Areal, das älteste aus dem Jahr 1718. Diese in Stein gemeißelten Zeugnisse einer zumeist vergangenen Epoche bieten einen unschätzbaren Fundus an Informationen zur jüdischen Geschichte. Den Teilnehmer*innen werden Informationen über Friedhof, Gräber, Grabsteine, Inschriften und Symbolik zuteil, auch eine Einführung in die jüdischen Bestattungsrituale ist geplant. Des Weiteren wird das Schicksal jüdischer Bürger aus Blieskastel beleuchtet, die Opfer der Gewalt- und Schreckensherrschaft der Nazis wurden.
Der Vortrag mit Führung findet anlässlich des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026 um 10.30 Uhr statt.
Referent: Jörg A. Künzer, Historische Forschungen im Saarpfalz-Kreis, in Zusammenarbeit mit der Stadt Blieskastel.
Teilnahme: auf eigene Verantwortung und unter Ausschluss jeglicher Haftung.
Festes Schuhwerk erforderlich, da unwegsames Gelände! Männliche Besucher werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen. Das Mitbringen von Hunden ist nicht erlaubt.
Treffpunkt: Blieskastel, Parkplatz Klosterweg, Auf dem Han.
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
