Planen, Bauen & Klima

Ziel des Bau- und Planungsdezernates ist die nachhaltige städtebauliche Entwicklung der Stadt Blieskastel auf Basis der örtlichen Kultur, der Werte und der Identität der Stadt.

Bei allen großen und kleinen Bauprojekten soll ein Ausgleich zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Zielstellungen erreicht werden. Die Qualität des Bauens von öffentlicher und privater Seite in der Stadt Blieskastel soll gesichert werden, um das Orts-und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und nachhaltig so zu entwickeln, dass der Stadtgeschichte Rechnung getragen wird.

Aufgabenbereiche

Das Stadtplanungsamt ist zuständig für das gesamte Spektrum der Stadtentwicklung sowie der Bauberatung. Die Tätigkeiten umfassen die Erarbeitung von Konzepten auf regionaler, gesamtstädtischer oder Stadtteil-Ebene.

Weitere Schwerpunkte sind Umsetzungen von integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepten mit Hilfe der Städtebauförderung sowie Förderprogrammen zur Entwicklung des ländlichen Raums. Außerdem rücken verstärkt Klimaschutzkonzepte in den Fokus der Stadtplanung.

Zu den klassischen Aufgaben der Stadtplanung gehören auch die Erarbeitung der Planunterlagen und die Durchführung der Verfahren in der Bauleitplanung (Flächennutzungsplan und Bebauungspläne) mit Beteiligung der Öffentlichkeit.

Das Aufgabenspektrum in der kommunalen Bauordnung umfasst die Beurteilung von Bauanträgen sowie die Beratung und Information der jeweiligen Bauherren.

Zentrale Anlaufstelle ist das Foyer des Bau- und Planungsdezernates im Erdgeschoss des Rathauses II. Hier liegen Planungsunterlagen von städtischen oder auch externen Vorhaben im Rahmen der öffentlichen Beteiligung zur Einsichtnahme aus.

Ein Team aus Fachfrauen berät Sie hier gern zu all' Ihren Fragen rund um Ihr Bauvorhaben sowie allen weiteren Themen der Stadtplanung. Bitte erkundigen Sie sich vor einem Besuch und machen Sie einen Termin mit der jeweiligen Sachbearbeiterin aus.

Tiefbauabteilung

Die Tiefbauabteilung des Bau- und Planungsdezernates ist für die Planung, den Bau und die Unterhaltung der öffentlichen Infrastruktur im Stadtgebiet verantwortlich. Dazu gehören insbesondere Straßen, Geh- und Radwege sowie Plätze und Brunnen.

Zu den zentralen Aufgaben zählen die Planung und Umsetzung von Straßenbaumaßnahmen, die Sanierung und Unterhaltung bestehender Verkehrsflächen sowie die Organisation von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Auch Ingenieurbauwerke wie Brücken, Durchlässe unter Verkehrsflächen oder Stützwände fallen in den Aufgabenbereich der Tiefbauabteilung. Zudem koordiniert sie Baumaßnahmen im öffentlichen Straßenraum und stimmt sich dabei eng mit Versorgungsunternehmen, beispielsweise für Strom-, Gas- oder Telekommunikationsleitungen, ab.

Aktuelle Projekte:

1) Brückenbauwerk Wecklingen

2) Erschließung am Vorderen Knopf in Mimbach

 

Hochbauabteilung

Die Hochbauabteilung ist für die Planung, den Bau, die Sanierung und die Instandhaltung der städtischen Gebäude verantwortlich. Dazu zählen unter anderem Schulen, Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäude, Sporthallen, Feuerwehrhäuser sowie weitere öffentliche Einrichtungen.

Die Abteilung begleitet Neubauprojekte von der Planung bis zur Fertigstellung und setzt Maßnahmen zur Modernisierung und Erweiterung bestehender Gebäude um. Dabei spielen Themen wie Energieeffizienz, Brandschutz und Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sorgt die Hochbauabteilung für die laufende Bauunterhaltung der städtischen Gebäude. Hierzu zählen Wartungs- und Reparaturmaßnahmen sowie die Koordination externer Fachfirmen. Ziel ist es, den kommunalen Gebäudebestand langfristig zu erhalten und eine sichere sowie wirtschaftliche Nutzung zu gewährleisten.

Aktuelle Projekte:

1) Kindertagesstätte Niederwürzbach

2) Sanitäre Anlagen Grundschule Blieskastel

3) Dachsanierung Freiwillge Ganztagsschule Ballweiler

4) Mehrgenerationenhaus Biesingen

5) Teilsanierung Dorfgemeinschaftshaus Böckweiler

Die Stadt Blieskastel hat als erste Kommune im Saarland die Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen

Blieskastel als Vorreiter bei der Wärmewende

Als Kommune mit weniger als 100.000 Einwohner*innen muss die Stadt Blieskastel die Kommunale Wärmeplanung Blieskastel bis 2028 vorlegen.Bereits im Dezember 2022 hat die Stadt Blieskastel einen entsprechenden Förderantrag im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes (NKI) gestellt. Auf der Grundlage des Förderbescheides wurde im Oktober 2023 das Planungsbüro ecb energie.concept.bayern GmbH & Co. KG mit der Erstellung des Konzeptes zur Kommunalen Wärmeplanung sowie der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Stadt Blieskastel beauftragt. Lange dauerte es aus datenschutzrechtlichen Gründen, bis die Schornsteinfegerdaten als wesentliche Grundlage der Planung zur Verfügung gestellt werden konnten.

Die Kommunale Wärmeplanung ist ein informelles Planungsinstrument, mit dem eine koordinierende, ganzheitliche und langfristige Strategie zur Kommunalen Wärmeversorgung entstehen soll. Sie ist formal vergleichbar mit integrierten Stadt- bzw. Gemeindeentwicklungskonzepten oder auch Klimaschutzkonzepten. Bei der Kommunalen Wärmeplanung wird auf der Grundlage der Analyse aller Verbräuche und der potenziellen Wärmequellen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien (Abwärme, Flusswärme, Geothermie, Wind, Solarenergie), ein Zielszenario 2045 für die Wärmeversorgung erarbeitet.

Grundlage ist das Wärmeplanungsgesetz vom 01.01.2024, in dem für Kommunen wie Blieskastel die Erstellung eines Wärmeplans bis zum 30.06.2028 vorgegeben wird. Verbindlich werden die Inhalte des Wärmeplans erst dann, wenn gebietsbezogen per Satzung z.B. ein Nahwärmegebiet festgesetzt wird. Bis dahin und außerhalb dieser festgesetzten Gebiete hat der kommunale Wärmeplan den Charakter eines Orientierungsrahmens.

Für die zentrale Wärmeversorgung wurden Eignungsgebiete mit zeitlich unterschiedlicher Priorisierung in den Stadtteilen Wolfersheim, Blickweiler, Breitfurt, Böckweiler, Biesingen und Teilgebiete in Aßweiler und Ballweiler herausgearbeitet. Im südlichen Stadtgebiet wurden Eignungsgebiete für die dezentrale Wärmeversorgung aufgezeigt. Des Weiteren wurde die zukünftige Versorgung mit Wasserstoff im nördlichen Stadtgebiet betrachtet. Hierbei kann auf das bestehende Gasnetz zugegriffen werden. Allerdings erfolgt kein Vorschlag als Wärmeversorgungsgebiet mit Wasserstoff.

Ziel der kommunalen Wärmeplanung in Blieskastel ist, die Vorbereitung der Wärmewende Blieskastel, die Schaffung eines Orientierungsrahmens für alle, eine umsetzungsorientierte Konzeption und die Konkretisierung des Bausteins „Wärmeversorgung“ aus dem „Integrierten Vorreiterkonzept Klimaschutz“.

Nach intensiver Abstimmung zwischen dem Planungsbüro, der Fachabteilung und der Lenkungsgruppe sowie den örtlichen Versorgungsunternehmen und anderer Akteure, die man zeitweise beteiligt hat, wurde die Kommunale Wärmeplanung am 26. Juni 2025 dem Stadtrat Blieskastel zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Stadtrat stimmte den vorliegenden Wärmeplan zu, so dass die Stadt Blieskastel somit als erste saarländische Kommune die Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen hat.

Die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung Blieskastel können hier eingesehen werden.

Neue Informationsplattform beim Land zur Wärmewende

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie hat eine Informationsplattform zur Beratungsstelle der Wärmewende eingerichtet. Dort findet man weiterführende Informationen zur Wärmewende sowie zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung im Saarland. Unter der Überschrift Best Practices aus den saarländischen Gemeinden ist die Stadt Blieskastel als Vorreiter zu finden. https://www.saarland.de/mwide/DE/portale/waermewende/aktuelles/aktuelles

Ausblick:

  • Wie geht es weiter mit der Kommunalen Wärmeplanung in Blieskastel?

  • In den nächsten Monaten werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt:

  • Für die herausgearbeiteten Priorisierungsgebiete für Wärmenetze sollen Machbarkeitsstudien beauftragt werden, um zu überprüfen, ob in den jeweiligen Bereichen ein Wärmenetz wirtschaftlich umgesetzt werden kann.

  • Außerdem plant die zuständige Fachabteilung weitere Informationen der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Kommunale Wärmeplanung. Besonders die Information der südlichen Stadtteile, welche zukünftig dezentral versorgt werden müssen, haben Priorität. Mit Partnern wie z. B. der ARGE SOLAR e. V. oder der Verbraucherzentrale sollen die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand informiert werden. Eine Kommunikationsstrategie, die die Menschen über die Kommunale Wärmeplanung dauerhaft informiert, ist dabei unabdingbar.

  • Da es sich um ein sehr komplexes Thema handelt, welches technisches, planerisches, organisatorisches, aber auch enorm viel kommunikatives Know-How voraussetzt, hat sich die Stadt Blieskastel entschlossen zu prüfen, ob ein interdisziplinäres Team aus verschiedenen Bereichen des Bau- und Planungsdezernates, dieser Querschnittsaufgabe eher Rechnung tragen könnte, als eine Einzelperson, wie beispielsweise ein Klimaschutzmanager. Durch die Besetzung mit mehreren Mitarbeitern erhofft sich die Verwaltung die bestmögliche Abdeckung der sehr heterogen anfallenden Aufgaben über einen längerfristigen Zeitraum. Da in fünf Jahren die Kommunale Wärmeplanung wieder überarbeitet und angepasst werden muss, sollte eine nachhaltige Besetzung sichergestellt werden. (sw)

Die Stadt Blieskastel hat als erste Kommune im Saarland ihre Kommunale Wärmeplanung (KWP) abgeschlossen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Wärmewende gemacht.

Der Stadtrat hat am 26. Juni 2025 den Wärmeplan einstimmig beschlossen – deutlich vor dem gesetzlichen Stichtag 30. Juni 2028, der für Städte unter 100.000 Einwohnern gilt.
Bereits 2022 hatte die Stadt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes Fördermittel beantragt. Mit diesen Geldern wurde das Planungsbüro ecb energie.concept.bayern beauftragt, das in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung, Versorgungsunternehmen und weiteren Akteuren ein umfassendes Konzept erarbeitete. Die Grundlage bildete eine detaillierte Analyse des Wärmeverbrauchs und möglicher erneuerbarer Wärmequellen – darunter Abwärme, Solarenergie, Geothermie, Flusswärme und mehr.
Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument zur langfristigen und klimafreundlichen Gestaltung der Wärmeversorgung. In Blieskastel wurden geeignete Gebiete für zentrale Wärmenetze in den Stadtteilen Wolfersheim, Blickweiler, Breitfurt, Böckweiler, Biesingen sowie in Teilbereichen von Aßweiler und Ballweiler identifiziert. Für das südliche Stadtgebiet sieht der Plan eine dezentrale Versorgung vor. Auch die zukünftige Rolle von Wasserstoff wurde in einzelnen Bereichen untersucht.
Ziel des Wärmeplans ist es, Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen einen Orientierungsrahmen für die energetische Zukunft zu geben. Die Umsetzung erfolgt schrittweise: Als nächstes sollen Machbarkeitsstudien für priorisierte Gebiete folgen. Zudem plant die Stadt gezielte Informationsangebote, um insbesondere in den dezentral zu versorgenden Stadtteilen für Aufklärung zu sorgen – in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Verbraucherzentrale oder der ARGE SOLAR e. V.
Um der komplexen Querschnittsaufgabe gerecht zu werden, prüft die Stadtverwaltung derzeit die Einrichtung eines interdisziplinären Teams im Bau- und Planungsdezernat. Ziel ist eine nachhaltige Struktur, die auch die gesetzlich vorgesehene Fortschreibung des Plans in fünf Jahren sicherstellen kann.

Die Stadt Blieskastel wird mit ihrem frühzeitigen Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung bereits als Best-Practice-Beispiel auf der neuen Informationsplattform des Landes zur Wärmewende aufgeführt:
www.saarland.de/mwide/waermewende

Hier geht's zum Kommunalen Wärmeplan (adobe-acrobat-Datei, ca. 12 MB)
Für weitere Informationen zum Wärmeplan auf dieser Webseite bitte hier anklicken
Für Informationen zur Bestands- und Potenzialanalyse auf dieser Webseite bitte hier anklicken