Pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres konnte Bürgermeister Bernd Hertzler den bereits Anfang Mai fertig gestellten Neubau der Kita Niederwürzbach an den zukünftigen Betreiber, die „Kita Bliesgau gGmbH“ und die Kita-Leitung übergeben.
Dies ist ein besonderer, ein guter Tag in erster Linie für die Kinder und ihre Eltern, aber auch die Erzieherinnen der bisherigen Kita in Niederwürzbach: Ihnen steht jetzt ein komplett neues, nach modernsten, energetischen und pädagogischen Standards konzipiertes Kita-Gebäude zur Verfügung.
Besonders zu erwähnen ist, dass – obwohl diese Kita mit 7 Gruppen nun die größte in Blieskastel und mit rund 7,25 Mio € entsprechend auch kostenmäßig das aufwändigste Bauprojekt in der bisherigen Geschichte der Stadt Blieskastel darstellt – im ursprünglich veranschlagten Kosten- als auch Zeitplan gebaut wurde, heißt es von den beiden Projektleiterinnen Julia Schwartz und Dorel Dörrenbächer von der städtischen Hochbauabteilung. Dies habe letztendlich auch daran gelegen, dass seitens der Verwaltung von Anfang an ein in alle Richtungen offenes und transparentes Planungs- und Entscheidungsverfahren umgesetzt wurde. Nachdem im Vorfeld viel Zeit mit der Beratung verschiedener Um- und Anbaukonzepte verbracht worden war, haben wir, nachdem der Stadtrat Anfang 2021 endlich die Grundsatzentscheidung für einen Neubau getroffen hatte, zielstrebig dieses Konzept umgesetzt. Aufgrund der zu erwartenden Größenordnung des Projektes waren wir im Vorhinein von einer europaweiten Ausschreibung ausgegangen, infolge dessen der Vorplanungsprozess (Machbarkeitsstudie, Ausschreibung und Vergabe der Planung, Planungsbeginn, Bauantrag und Genehmigung) fast drei Jahre in Anspruch nahm. Diese Zeit haben wir aber auch genutzt, um eine intensive Beteiligung der für die Bewilligung der Zuschüsse zuständigen Landesstellen, der Kitaleitung als zukünftigen Nutzer, aber auch des Ortsrates und der Bevölkerung in Niederwürzbach in mehreren öffentlichen Veranstaltungen durchzuführen.
Ein Verfahren, das insbesondere, als im weiteren Verlauf Planänderungen erforderlich wurden, sowohl Zeit- als auch kostenmäßig, mehrfach ausgezahlt hat, wie ich als der für die Kindertagesstätten zuständige projektbegleitende Beigeordnete anmerken möchte. „Wir sind mächtig stolz auf diese neue, hochmoderne Kita“, so auch der Geschäftsführer der“ Kita Bliesgau gGmbH“, Timo Banzet, die bereits zu Jahresbeginn, die Betriebsträgerschaft für diese Einrichtung von der katholischen Kirchengemeinde“ Heilige Familie“ übernommen hatte. „Und die Kinder und Mitarbeiterinnen, die in den letzten Tagen und Wochen schon fleißig am Umzug mitgewirkt haben, fühlen sich pudelwohl“, ergänzt die Leiterin der Einrichtung, Marina Müller.
Die vom Land anerkannten zuwendungsfähigen Gesamtkosten belaufen sich auf 6,63 Millionen €, wovon das Land 40 % (2,65 Millionen €) und Kreis und Stadt jeweils 30 % (1,988 Millionen €) übernehmen. Ich möchte in diesem Zusammenhangabschließend noch auf einen weiteren Aspekt hinweisen, der bei öffentlichen Bauprojekten leider oft nicht hinreichend gewürdigt wird: trotz europaweiter Ausschreibungen haben überwiegend lokale und regionale Unternehmen von den Auftrags-Vergaben profitiert. Das ist einerseits ein Beleg für die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit unserer lokalen Wirtschaft, nicht zuletzt aber auch ein wichtiger Beitrag für die lokale Wertschöpfung und die Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze.
Ihr und euer
Guido Freidinger
Beigeordneter für Soziales
