In Blieskastel sind erfreulicherweise mehrere Einrichtungen unterschiedlicher Träger ansässig, die sich um die Integration und Teilhabe von körperlich und/oder psychisch beeinträchtigten Menschen kümmern. Bürgermeister Bernd Hertzler und der für Behinderten Angelegenheiten zuständige Beigeordnete Guido Freidinger erklärten zum Auftakt einer Besuchsreihe in diesen Einrichtungen: “Wir wollen die sozial- und gesellschaftspolitisch außerordentlich wichtige Arbeit dieser Einrichtungen zukünftig besser wertschätzen und Möglichkeiten prüfen, wie wir sie in ihrer Arbeit unterstützen können“.
Bei ihrem kürzlich erfolgten Besuch der „Blieskasteler Werkstätten“, der in Lautzkirchen ansässigen Einrichtung des Ökumenischen Gemeinschaftswerkes Pfalz GmbH, stellten die Leiterin, Elisabeth Homberg und der für die Technik zuständige bereits Leiter Peter Annawald, die Arbeitsfelder und Werkstattbereiche vor. „Die Blieskasteler Werkstätten sind eine Einrichtung zur Teilhabe, psychisch beeinträchtigte Menschen am Arbeitsleben. Unser Ziel ist es, Menschen mit psychischem Handicap in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren“, so die Werkstattleiterin. „Hierzu bieten wir Beschäftigungsmöglichkeiten in verschiedenen Arbeitsfelder, sowohl in unseren eigenen Werkstätten als auch bei externen Betrieben an. Dabei wird die berufliche Integration durch ein arbeitsplatzbegleitendes Integrations-Management unterstützt.
„Besonders beeindruckt waren wir von der ‚Zentralen Scanstelle‘, in der archivierungsbedürftige Unterlagen der beauftragenden Unternehmen und Behörden digitalisiert werden. Dieser Dienstleistungsbereich könnte auch für verschiedene Bereiche, der Stadtverwaltung von Interesse sein“, so die Stadtspitze in ihrer Stellungnahme. Die Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung im Bau- und Planungsdezernat, Susanne Wagner-Klein und die Leiterin des Stadtarchivs, Raffaela Berger, begleiteten daher den Bürgermeister und den Beigeordneten bei ihrer Werkstatt-Besichtigung und konnten mit dem technischen Leiter, Herrn Annawald auch schon konkrete Details einer möglichen Zusammenarbeit besprechen. So könnte in einem ersten Schritt die Digitalisierung von archivierten Bauakten in Angriff genommen werden. Rund 8.000 Akten werden aktuell im Kellergeschoss des Rathauses II aufbewahrt. Eine Digitalisierung erleichtert den Zugriff und das Arbeiten mit den Akten im Dienstalltag im gesamten Dezernat. Zeitnah sollen daher einige Akten exemplarisch eingescannt und zur Verfügung gestellt werden, bevor die weiteren Schritte in Richtung Digitalisierung an dieser Stelle erfolgen.
Eine Digitalisierung ausgewählter Bestände des Stadtarchivs bietet signifikante Vorteile: Insbesondere Register aus dem 17. und 18. Jahrhundert werden durch einen digitalen Zugriff vor physischem Verschleiß geschützt und können langfristig besser erhalten werden. Gleichzeitig entspricht die digitale Bereitstellung von historischen Dokumenten den modernen Servicestandards für Archivnutzer.“
„Es wäre schön und zum Vorteil aller Beteiligten, wenn es uns gelänge, in einem ersten Schritt eine konkrete Zusammenarbeit zu erproben und auf der Grundlage der dann vorliegenden Erfahrungen, diese Zusammenarbeit weiter auszubauen“, so Bürgermeister und Beigeordneter übereinstimmend.
